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Mächtige Familie: Der geheimnisvolle Samsung-Clan

Fernseher, Smartphones, Tablets, Haushaltsgeräte: Das südkoreanische Unternehmen Samsung gehört zu den führenden Technik-Konzernen der Welt. Aber wer steckt eigentlich hinter dem Riesen und zieht die Strippen? BILD.destellt das Imperium vor.

 

Samsung: Verbund von 80 Firmen

Samsung Electronics ist mit einem Börsenwert von etwa 230 Milliarden Dollar das Kronjuwel der Samsung-Gruppe. 80 Firmen mit einem Umsatz von 268 Milliarden Dollar pro Jahr gehören zum Imperium. Zu dem Konglomerat, das ein immenses Gewicht für die südkoreanische Wirtschaft hat, gehören unter anderem auch der Schiffsbauer Samsung Heavy Industries sowie Baukonzerne, Chemie- und Pharma-Konzernen,eine Versicherung, Krankenhäuser, eine Werbeagentur, eine Modefirma, ein Freizeitpark et cetera. Samsung Electronics ist nicht nur der weltgrößte Smartphone-Anbieter, sondern auch die Nummer eins im Geschäft mit Speicherchips und Fernsehern.

Hält die Fäden bei Samsung fest in der Hand: Präsident Lee Kun-hee.

Lee Kun-hee: Der Patriarch

Der geheimnisvolle Samsung-Clan scheut das Rampenlicht. Oberhaupt und bislang unangefochtener Boss des Imperiums ist Lee Kun-hee (74), Sohn des Konzerngründers Lee Byung-chull. Erst mit dem Tod des Vaters 1987 bestieg Lee Kun-hee den Thron. Lee hatte 2014 einen Herzinfarkt, hält aber noch immer die Fäden in der Hand. Sogar den größten Korruptionsskandal des Landes überlebte der 74-Jährige nahezu unbeschadet. Der Konzern soll fast 300 einflussreiche Persönlichkeiten geschmiert haben, lautete 2005 der Vorwurf. 2009 wurde Lee wegen Steuerhinterziehung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Ein Jahr später wurde er von Staatspräsident Lee Myung Bak begnadigt.

Strenges Regiment

Ein Ex-Manager zum Magazin „Focus“: „40 Wochenstunden stehen bei Entwicklern im Arbeitsvertrag. Tatsächlich arbeiten sie 70 oder 80 Stunden. Wer samstags nicht kommt, muss sich beim Chef entschuldigen.“ Die 82.000 Entwickler arbeiten auf einem fünf Kilometer langen Campus, über das angeblich ständig ein Anti-Spionage-Fahrzeug kurvt. Lee Kun-hee, mit einem geschätzten Vermögen von acht Milliarden Dollar der reichste Mann Südkoreas, will nicht nur Spitzenprodukte. Er befiehlt sie. Ein großes Plus des Elektronik-Giganten: 95 Prozent der Produkte werden selbst gefertigt, in den eigenen Fabriken. Abhängigkeit von Zulieferern gibt es also fast nicht. Samsung kann darum viel schneller auf Trends und Nachfragen reagieren.

 

Lee Yae-jong: Der Erbe

Längst mahnen nicht nur die Investoren, sondern auch die Regierung Südkoreas, Lee müsse seine Nachfolge regeln. Dessen drei Kinder halten sich bedeckt, wie sie die Kontrolle über das Flaggschiff Samsung Electronics ausüben werden. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Sohn Lee Yae-jong (J.Y., 48) – derzeit Vizechef bei Samsung Electronics. Der zweifache Vater steht in der „Forbes“-Liste der mächtigsten Menschen der Welt auf Platz 33. Sein Privatvermögen soll sich auf 13,7 Milliarden Dollar belaufen.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst bei BILD.de.

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CeBIT-Messe wird flankiert von digitaler Kunstausstellung

Die IT-Messe CeBIT stützt sich auf stabiles Ausstellerinteresse. Wie schon im Vorjahr werden vom Montag an rund 3300 Aussteller aus insgesamt 70 Ländern die jüngsten Trends der Digitalisierung präsentieren, erklärte CeBIT-Chef Oliver Frese am Montagabend vor Journalisten in Hannover.

Flankiert wird die Ausstellung von rund 2000 Veranstaltungen rund um alle Fragestellungen der rasanten Vernetzung von Industrie und Gesellschaft.

Frese präsentierte die jüngsten CeBIT-Daten in Hannovers Kunstverein, wo Digitalkunst parallel zur Messe auch in der Ausstellung «Digital Archives« gewürdigt wird. Sie wird eigens für Messebesucher jeweils bis um 21.00 Uhr geöffnet sein. Vor dem Hintergrund des CeBIT-Themas wird dort auch am 23. März der NordLB-Chef Gunter Dunkel mit dem Wiener Künstler Gerald Nestler über die Risiken einer von Algorithmen gesteuerten Finanzmarkt-Welt diskutieren.

Auf der Medienveranstaltung kündigte das in den USA ansässige IT-Unternehmen Salesforce an, während der CeBIT Tausende Bäume auf dem Gelände aufstellen zu wollen, die später Hannovers Stadtbild zieren sollen. Zudem wurden CeBIT-Besucher aufgefordert, nicht mehr benötigte IT-Geräte als Spende mitzubringen. Sie sollen nach einer technischen Überholung später bedürftigen Menschen gespendet werden.

Unter den bereits vorab präsentierten Messe-Neuheiten befand sich eine intelligente Gürtelschnalle der Hochschule Osnabrück, die sich selbsttätig zusammenziehen kann. Damit soll der Zahlungsverkehr des Trägers symbolisch und haptisch erfahrbar werden. Ein interaktives Hologramm der Fraunhofer-Gesellschaft soll wiederum mediale Inhalte von Smartphone oder Tablet dreidimensional umsetzen.

 

Quelle:

www.stern.de